Malware – Die wachsende Bedrohung im Cyber Century

by Yannick Schinko März 05, 2019

Wie Schadprogramme und Cyberangriffe Unternehmen mit unzureichender Cyber Sicherheit an den Rand des Betriebsstillstandes, bis hin zur Insolvenz führen können, haben in den letzten zwei Jahren DIE Malware-Arten WannyCry, Petya und Ryuk verdeutlicht.

Im Jahr 2018 konnte mit dem Hornet Security Lab ein enormer Anstieg an E-Mails mit schadhaften Anhängen, besonders in Form von den Trojanern Emotet, Hancinator, Zeus und Trickbot beobachtet werden. Gemessen auf Basis des E-Mailvolumens, gehören sie zu den größten Malware-Kampagnen 2018.

In der Infografik wird das monatliche Aufkommen und die Verteilung von Malware Attacen über das Jahr 2018 aufgezeigt. Der Hersteller Hornetsecurity analysierte die einzelnen Kampagnen und stellt anschaulich dar, hinter welchen Formaten und Dateien sich die Schadprogramme versteckten.

 

Malware zählt als größte Bedrohung für Unternehmen. Laut BSI sind 57% der erfassten Cyberangriffe auf Infektionen durch Schadprogramme zurückzuführen. Die E-Mailkommunikation gibt hierbei als Hauptübertragungsweg: Hinter einer scheinbar harmlosen E-Mail verbirgt sich die Malware beispielsweise als Office-Datei im Anhang.

Zu den beliebtesten Malware Arten der Cyberkriminellen zählen Ransomware, Crypto-Miner und Spyware, welche sich sowohl hinter Word-Dokumenten als auch hinter Web-Links verstecken.

Während ungezielte Massenmails mit Schadprogammen, auch als Spam bekannt, über die vergangenen Jahre deutlich zurückgingen, sind Unternehmen vor allem immer öfter gezielten und komplexen Angriffskampagnen ausgesetzt. Mittels Social Engineering und Spear-Phishing schleusen Hacker vermehrt Malware in die Betriebssysteme von Unternehmen.

Innerhalb der letzten zwei Jahre stieg der Anteil von Schadprogramm-infizierten E-Mails am gesamten verzeichneten E-Mail-Verkehr auf rund 1,3 Prozent an. Dies bedeutet, ausgehend von 1.000 E-Mails pro Tag, enthalten mindestens 13 E-Mails Malware. Für ein Unternehmen, welches mehrere tausend E-Mails am Tag empfängt, ist ohne ausreichende E-Mail-Security, das Risiko, Opfer eines Malware-Angriffs zu werden, enorm hoch. Cyberkriminelle erkannten ihre Chancen und verursachten im Jahr 2017 und 2018 allein für die deutsche Industrie durch Schadsoftware einen Gesamtschaden von rund 43 Millionen Euro.

Durch Entwicklungen wie die fortschreitende Vernetzung und sich wandelnde Kommunikationsplattformen, werden Angriffe mit Schadprogrammen und die damit einhergehende Schadenssumme voraussichtlich noch weiter ansteigen – Cyber-Risiken gelten als eine der größten Bedrohungen der Digitalisierung. 

Hacker versprechen sich durch eine der verbreitetsten Malware-Arten, Ransomware, große Gewinne.

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